Einleitung
Die Geschichte von Laura Dahlmeier und Susi Dahlmeier ist eine ganz besondere Geschichte. Es ist die Geschichte einer Mutter und ihrer Tochter, die beide in ihrer Zeit zu den besten Sportlerinnen Deutschlands gehörten. Beide haben hart gekämpft, beide haben gewonnen – und beide haben die Herzen der Menschen berührt. In diesem Artikel erfährst du alles über Laura Dahlmeier und ihre Mutter Susi Dahlmeier: Wer sie waren, was sie erreicht haben und wie sie miteinander verbunden sind.
Wer ist Susi Dahlmeier?
Susi Dahlmeier wurde 1971 als Susi Buchwieser in Grainau geboren. Sie wuchs in einer sportlichen Familie auf und war zunächst Mittelstreckenläuferin im bayerischen Kader. Mit 16 Jahren entdeckte sie durch ihre Schwester Regina den Mountainbikesport.
Und was für einen Einstieg sie hatte! Bereits im Jahr 1988 gewann Susi in Garmisch-Partenkirchen einen Lauf des Grundig Cup – dem Vorgänger des heutigen UCI-Mountainbike-Weltcups – sowohl im Dual Slalom als auch im Cross-Country. Im Jahr 1989 folgte ein weiterer Sieg im Grundig Cup.
Ihr größter Erfolg kam kurze Zeit später: Im Jahr 1990 wurde Susi Dahlmeier Deutsche Meisterin im Cross-Country – und damit die erste Titelträgerin in dieser neuen Disziplin überhaupt. 1992 gewann sie den zweiten deutschen Meistertitel und holte außerdem ein Weltcup-Rennen im Cross-Country. Ihr größter internationaler Erfolg war der Gewinn der Mountainbike-Europameisterschaft im Downhill im Jahr 1992.
Das bedeutet: Susi Dahlmeier war nicht irgendeine Sportlerin. Sie war eine Pionierin – eine Frau, die Geschichte geschrieben hat, noch bevor ihre berühmte Tochter überhaupt auf der Welt war.
Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere eröffnete Susi Dahlmeier ein Geschäft als Goldschmiedin. Ihre Goldschmiede-Werkstatt befindet sich in Krün, ganz in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen.
Wer ist Laura Dahlmeier?
Laura Dahlmeier wurde am 22. August 1993 in der bayerischen Bergstadt Garmisch-Partenkirchen als erstes Kind von Andreas und Susi Dahlmeier geboren. Sie hatte einen Bruder namens Pirmin, der fünf Jahre jünger war.
Schnell war sie auf Skiern zu Hause. Zum Biathlon kam sie jedoch ganz zufällig, als ein Freund der Familie die damals Zehnjährige zum Schießstand mitnahm. Von diesem Moment an war klar: Laura hatte etwas Besonderes gefunden.
Schon als Kind hatte Laura ein klares Ziel vor Augen. „Wenn mich die Oma gefragt hat, was willst du später mal werden, habe ich gesagt: Biathletin.” Und sie behielt recht: der Sprung zu den Profis war ein leichter für sie.
Lauras Weg nach oben
Mit 19 Jahren stand Laura Dahlmeier bereits im DSV-Aufgebot der Frauen-Staffel bei der WM in Nové Město. Nach ihrer WM-Premiere überzeugte sie auch im Weltcup: Siebte bei ihrem Debüt – der Beginn einer steilen Karriere.
Anfang 2015 gelang Dahlmeier im Sprintrennen von Nové Město der erste Einzel-Weltcupsieg ihrer Profi-Karriere.
Danach gab es kein Halten mehr. In ihrer aktiven Karriere gewann sie bei Weltmeisterschaften sieben Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen, 20 Weltcuprennen und den Gesamtweltcup der Saison 2016/17.
Die Olympischen Winterspiele 2018 – Lauras größter Moment
Der Höhepunkt von Lauras Karriere kam bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Südkorea. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang holte Laura Dahlmeier Gold im Sprint- und Verfolgungsrennen sowie die Bronzemedaille im Einzelwettkampf.
Sie war endgültig ganz oben angekommen – und das mit gerade einmal 25 Jahren.
Das Ende der Karriere und ein neues Leben
Im Mai 2019 verkündete die damals 25-jährige Laura Dahlmeier ihr Karriereende. In ihrer letzten Saison hatte sie Probleme mit ihrem Immunsystem.
Laura sagte dazu: „Mir wird es recht schnell langweilig, wenn ich immer wieder das Gleiche mache. Wenn sich Sachen wiederholen, haben sie keinen Reiz mehr für mich.”
Nach der Sportkarriere blieb Laura aber nicht still. Seit 2023 war sie staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin und sorgte vor allem mit ihren Berg- und Klettertouren auf die höchsten Berge der Welt für Furore. Zudem kehrte sie alljährlich als TV-Expertin im ZDF zu den Rennen des Biathlon-Weltcups zurück.
Das Bergsteigen – Lauras zweite große Leidenschaft
Das Bergsteigen war für Laura Dahlmeier mehr als nur ein Hobby. Unterhielt man sich mit ihr über das Bergsteigen, wurde schnell klar, dass für sie beides zusammengehörte. „Wenn du in der Wand bist und runterschaust, merkst du, was für ein kleines Wesen du eigentlich bist. Im Vergleich zu diesen Naturgewalten ist ein Biathlonrennen auf einmal gar nichts so Großes mehr”, sagte sie.
Der tragische Tod von Laura Dahlmeier
Ende Juli 2025 befand sich Laura Dahlmeier mit ihrer Seilpartnerin Marina Krauss am Laila Peak im Karakorum-Gebirge in Pakistan. Auf dem Abstieg ereignete sich ein Steinschlag. Laura wurde von einem großen Stein am Kopf getroffen und war sofort bewusstlos. Sie verstarb noch am Berg. Sie wurde nur 31 Jahre alt.
Laura hatte ausdrücklich den Wunsch geäußert, dass niemand sein Leben riskieren soll, um sie zu bergen – und ihr Körper auf dem Berg bleiben soll.
Susi Dahlmeier nach dem Tod ihrer Tochter
Der Verlust traf die Familie tief. Doch Susi Dahlmeier zeigte in dieser schweren Zeit eine beeindruckende Stärke. Sie sagte: „Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie.”
Für Mutter Susi ist es eine Ehre, dass die Heimatgemeinde ihrer Tochter Laura ein bleibendes Andenken ermöglicht. „Es gibt ja keinen Friedhof, wo man hingehen kann. Sie hat einfach so viele Menschen bewegt und begeistert. Wir haben gemerkt, dass es ganz wichtig ist für die Menschen, dass es einen Ort gibt, wo sie Abschied nehmen können”, erklärte sie.
Der Park in Garmisch-Partenkirchen wurde offiziell in „Laura-Dahlmeier-Park” umbenannt. Den Gedenkstein im Park hat Susi Dahlmeier selbst ausgesucht.
Susi Dahlmeier, gelernte Goldschmiedin, nutzt auch die Kunst, um ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Sie teilte nach dem Tod ihrer Tochter ein besonderes Schmuckstück auf Instagram – einen Kettenanhänger mit stilisierten Bergen, einer Brücke mit einem Herz und einem geschwungenen „L”. Dazu schrieb sie: „Brücke ins Paradies.”
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Fazit – Laura Dahlmeier und Susi Dahlmeier: Eine Familie voller Stärke
Laura Dahlmeier und Susi Dahlmeier sind zwei außergewöhnliche Frauen – Mutter und Tochter, beide Sportchampions, beide Menschen mit einem großen Herzen. Susi zeigte als Mountainbike-Pionierin, dass Frauen im Sport Großes leisten können. Laura folgte diesem Weg mit noch mehr Medaillen, noch mehr Mut und einer Leidenschaft für die Berge, die sie ein Leben lang begleitete.Laura ist gegangen – aber sie lebt weiter: im Namen eines Parks, in den Herzen der Menschen und im Schmuckstück, das ihre Mutter Susi trägt. Die Geschichte von Laura Dahlmeier und Susi Dahlmeier ist eine Geschichte von Liebe, Sport, Mut und unvergänglicher Erinnerung.

